Staatliche Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz

Geschichte der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck

Die Schule geht auf die im Jahre 1880 im böhmischen Gablonz an der Neiße gegründete Kunstgewerbeschule zurück. Sie wurde zur Förderung der damals blühenden Gablonzer Bijouterie- und Schmuckindustrie vom zuständigen kaiserlich-königlichen Amt für Schulwesen und Kult unter deutscher Verwaltung eingerichtet.

Nach dem Zeiten Weltkrieg gründeten Vertriebene aus Gablonz an der Neiße in Kaufbeuren den Stadtteil Neugablonz. Aus ihrer Heimat brachten die Siedler ihre Fähigkeiten in der Schmuckherstellung mit, und bereits nach kurzer Zeit entstand eine aufstrebende Industrie in Neugablonz, die eine Vielzahl von Berufsbildern hervorbrachte. Neugablonz wurde zum Zentrum der deutschen Modeschmuckindustrie.

Um die dringend benötigten Fachkräfte auszubilden, wurde 1947 im kaufbeurer Stadtteil Neugablonz der Grundstein für die heutige Staatliche Berufsfachschule für Glas und Schmuck gelegt.

In den Anfangsjahren wurden Glasmacher, Glasdrücker, Perlenwickler, Glasveredler, Nadler, Estampeure, Graveure, Galvaniseure sowie Gürtler ausgebildet.

Im Laufe der Zeit haben sich die Ausbildungsberufe verändert, so dass heute Glas- und Porzellanmaler, Goldschmiede, Graveure und Silberschmiede ausgebildet werden, deren Tätigkeitsfeld sich inzwischen weit über die Grenzen von Neugablonz hinaus entwickelt hat.