Staatliche Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz

Ausbildung

Die Ausbildung dauert für jede Fachrichtung jeweils drei Jahre und beginnt im September, gemäß bayerischer Ferienordnung. Sie endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung, die der Gesellenprüfung im Handwerk gleichgestellt ist. Die Lehre findet in Vollzeit statt, d.h., im Gegensatz zum dualen System werden auch die fachpraktischen Fähigkeiten ausschließlich in den schuleigenen Werkstätten vermittelt.

Im Unterricht sollen sich handwerkliche Techniken, gestalterische Prinzipien und die kreativen Kräfte unserer Schülerinnen und Schüler zu einer Einheit formen. Auf diese Weise entstehen von Anfang an sehr individuell geprägte Werkstücke.

Insgesamt werden 38 Wochenstunden unterrichtet und die folgenden Inhalte vermittelt:
Fachpraxis, Gestaltung, Kunstgeschichte, Schrift, Fachtheorie, Fachrechnen, Deutsch und Sozialkunde.

Zusätzliche Bildungsangebote

Exkursionen in Museen und Galerien sowie Vorträge von Künstlern und Kunsthandwerkern bieten Einblicke in historische und aktuelle Gestaltungs- und Kunstauffassungen. Bedingt durch die gute Vernetzung mit Betrieben und Hochschulen für Gestaltung eröffnen sich den Auszubildenden vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Orientierung.

Unsere Werkstätten

Die umfassende Ausstattung unserer Werkstätten schafft die Voraussetzung für die fundierte Erarbeitung handwerklicher Grundlagen und Techniken. Ergänzend finden sich berufsübergreifend im Lehrangebot verschiedene Sondertechniken wie Glasperlenwickeln, Schriftmeißeln, Granulieren und Emaillieren. Zusätzlich werden die Auszubildenden an aktuelle Technologien, wie beispielsweise CAD und 3-D Druck herangeführt.

Ausbildungskosten

Schulgeld wird nicht erhoben. Gefertigte Arbeiten verbleiben an der Schule, können jedoch zum Teil käuflich erworben werden. Die Kosten für persönliches Werkzeug betragen einmalig 350,– bis 500,– €, je nach Ausbildungsrichtung

Für allgemeine Verbrauchsmaterialien (u.a. Kopien und Papier) sowie für die Benutzung der Werkstätten außerhalb der Unterrichtszeiten fällt eine jährliche Pauschale von derzeit ca. 100,– € an.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung haben Sie die Möglichkeit, in einem Handwerksbetrieb zu arbeiten, sich an einer Techniker- oder Meisterschule weiterzubilden oder die gestalterische Ausbildung an einer Kunst- oder Fachhochschule zu vertiefen. Eine Vielzahl ehemaliger Schülerinnen und Schüler hat in den letzten Jahren mit großem Erfolg an nationalen und internationalen Ausstellungen und Wettbewerben teilgenommen.

Qualität der Ausbildung

Unsere Schule wurde 2008 und 2013 umfassend und mit sehr guten Ergebnissen evaluiert. Die angebotenen Kompetenzfelder werden ständig den aktuellen Anforderungen der Praxis angepasst.

Durch Teilnahme an Messen, Ausstellungen und Wettbewerben sowie durch regelmäßige Veröffentlichungen in Fachzeitschriften stellt die Berufsfachschule das Leistungsniveau ihrer Schüler, Absolventen und des Kollegiums einer breiten Öffentlichkeit vor.